Klappentextlektorat Mai 2018

Seekoller – Eine Bodensee-Miami Krimikomödie

(c) Christiane Kördel

Mehrere Fassung zu erstellen, ist immer eine gute Idee, wenn man einen Klappentext entwickelt. Hier kommen drei Fassungen für eine Roman. Nehmen Sie den Stift zur Hand und notieren Sie, was Ihnen dazu einfällt. Folgende Fragen sind bei einem Klappentext wichtig:

– Wird klar, worum es in dem Buch geht?
– Spiegelt sich die Atmosphäre des Buches im Klappentext?
– Verlockt es die Leser dieser Art Bücher, das Buch aufzuschlagen?

Version 1a

„Logik wird überschätzt.“ – „Bauchgefühl auch.“

Kopfkino und Krimilaune in Konstanz am Bodensee und Miami am Atlantik.

Ines Fox hat den bildschönen Bodensee satt und muss mal raus. Als ihr Urlaubsbeginn mit einem Doppelmord zusammentrifft, schmeißt sie ihre Pläne über den Haufen. Dringender wird: Warum bringt jemand amerikanische Flitterwöchner in einer Fahrradrikscha auf der Konstanzer Promenade um?

Die Heldin mit Hund hat Blut geleckt und fliegt kurz entschlossen nach Miami, um dort zu ermitteln. Sie geht auf Tuchfühlung mit der Mafia nur, um festzustellen, dass das gefährlich ist. Und nicht nur für sie. Ist es das wert? Und wie kommt man aus so einem Schlamassel wieder heraus?

Ines Fox‘ dritter Fall, locker mit Freude am Wortwitz erzählt. Ein humorvoller Krimi, der sich nicht immer wie einer anfühlt.

Version 1b

„Logik wird überschätzt.“ – „Bauchgefühl auch.“

Ein humorvoller Krimi. Kopfkino und gute Laune in Konstanz am Bodensee und Miami am Atlantik.

Die eigensinnige Ines Fox, der die Bodenseedecke auf den Kopf fällt. Ihr norddeutscher Freund Dr. Frieder, der lieber heute als morgen in der Rechtsmedizin Mordfälle lösen will. Und amerikanische Flitterwöchner, die aussehen wie Barbie und Ken und tot in einer Konstanzer Fahrradrikscha sitzen. Beste Zutaten für einen Sommeranfang à la Ines Fox.

Ines fliegt kurz entschlossen nach Miami, um zu ermitteln. Sie geht auf Tuchfühlung mit der Mafia und bringt überraschend ans Licht, dass das gefährlich ist. Und nicht nur für sie. Ist es das wert? Wie kommt man da wieder heraus?

Der dritte Fall der Ines Fox, locker mit Freude am Wortwitz erzählt. Ein humorvoller Roman, der sich nicht immer wie ein Krimi anfühlt.

Version 1c

„Logik wird überschätzt.“ – „Bauchgefühl auch.“

Amerikanische Flitterwöchner, die aussehen wie Barbie und Ken und tot in einer Konstanzer Fahrradrikscha sitzen. Die pathologisch neugierige Ines Fox, der die Bodenseedecke auf den Kopf fällt. Und ihr norddeutscher Freund Dr. Frieder, der lieber heute als morgen in der Rechtsmedizin Mordfälle lösen will. Beste Zutaten für einen rasanten Sommeranfang à la Ines Fox.

Ines fliegt kurz entschlossen nach Miami, um zu ermitteln. Sie geht auf Tuchfühlung mit der Mafia und bringt überraschend ans Licht, dass das gefährlich ist. Und nicht nur für sie. Ist es das wert? Wie kommt man da wieder heraus, aus dem Schlamassel und dem Land?

Ines Fox‘ dritter Fall, locker mit Freude am Wortwitz erzählt. Ein humorvoller Roman, der sich nicht immer wie ein Krimi anfühlt. Kopfkino und gute Laune in Konstanz am Bodensee und Miami am Atlantik.

Lektorat

Alle drei Fassungen stellen dar, worum es in dem Buch geht. Zwei Flitterwöcher, die aussehen wie Barbie und Ken sitzen tot auf der Bodenseepromenade in einer Fahrradrikscha. Und mit dem Urlaub von Inex Fox ist es Essig, stattdessen ermittelt sie in Miami bei der Mafia und das kann sehr ungesund sein.

Das sollte immer der erste Schritt beim Entwurf eines Klappentextes sein: Festlegen, worum es geht.

Atmosphäre

Kommt die Atmosphäre des Buches in den verschiedenen Fassungen herüber?

Nur bedingt. Zwar sagen die Texte, dass es ein humorvoller Krimi mit Wortwitz ist, aber das wird behauptet. Im Text selbst spielt Wortwitz kaum eine Rolle.

Ines fliegt kurz entschlossen nach Miami, um zu ermitteln. Sie geht auf Tuchfühlung mit der Mafia nur, um festzustellen, dass das gefährlich ist. Und nicht nur für sie. Ist es das wert? Und wie kommt man aus so einem Schlamassel wieder heraus?

Das könnte man mit mehr Witz und Understatement formulieren:

Ines fliegt kurz entschlossen nach Miami, um zu ermitteln. Doch die Mafia ist über den Besuch aus Deutschland gar nicht begeistert.

Damit hätten wir die Gefahr nicht benannt – aber jeder Leser assoziiert aus dem Satz: Oh, das wird gefährlich werden.

Die dreier Regel

Was haben Fassung 1b und1 c gemeinsam?

Es werden drei Personen vorgestellt. Ein bewährtes Muster bei Klappentexten: Stelle in jeweils einem kurzem Satz drei Personen mit ihrem jeweiligen Problem vor.

Hier funktioniert das nicht so richtig. Warum?

Die Dreier Regel ist eine gute Möglichkeit, Spannung im Thriller zu erzeugen. Hier haben wir aber einen witziger Krimi. Und die drei Personen sind nicht so eindrücklich, dass sie den Leser packen.

Dr. Frieder, der lieber heute als morgen in der Rechtsmedizin Mordfälle lösen will«, stellt zwar Frieder vor, aber in der Rechtsmedizin Leichen aufzuschneiden, klingt nicht sehr gefährlich oder gar existenziell für den Doktor.

Der Anfang

Die drei Fassungen haben alle den gleichen Anfang.

„Logik wird überschätzt.“ – „Bauchgefühl auch.“

Ein ungewöhnlicher Einstieg, nicht das Übliche. Das spricht für ihn. Aber auf was bezieht er sich? Er ist allgemein und das ist der Nachteil. Mich reißt dieser Satz nicht vom Hocker.

Der Schluss

Ganz wichtig ist natürlich die Erwähnung, dass es der dritte Fall einer bereits bekannten Detektivin ist. Der Stil des Klappentexts und des Covers sollten sich an dem der vorherigen Folgen orientieren.

Am Schluss findet sich auch die Zusammenfassung, was für eine Art von Krimi es ist, auch das ist wichtig.

Keywords

Keywords, auch Buzzwords genannt, sind in Klappentexten wichtig. »Mord« verweist auf Krimi, Liebe auf Liebesroman, Leidenschaft kündigt Erotik an. Diese Keywords sind besonders wichtig für Bücher, die hauptsächlich bei Amazon verkauft werden. Denn der Amazon Algorithmus entscheidet nach solchen Keywords, was er wo vorstellt.

In unserem Fall sind das »Wortwitz«, »humorvoll«, »Kopfkino«, »gute Laune«.

Wenn Sie solche Keywords verwenden, müssen Sie aber auch darauf achten, dass der Inhalt des Klappentextes diesen Keywords entspricht. In unserem Fall: Der Klappentext sollte Witz und gute Laune versprühen.

Die endgültige Fassung des Klappentextes

„Logik wird überschätzt.“ – „Bauchgefühl auch.“

Kopfkino und gute Laune in Konstanz und Miami.

Ines Fox hat den Bodensee satt und freut sich auf den ersten Urlaub mit ihrem Dr. Frieder. Kurz vor der Abfahrt wirft ein skurriler Doppelmord ihre Pläne über den Haufen: Amerikanische Flitterwöchner, die aussehen wie Barbie und Ken, sitzen tot in einer Fahrradrikscha auf der Konstanzer Promenade. Natürlich kann Ines ihre Finger nicht von dem Fall lassen. Kurz entschlossen fliegt sie allein nach Miami, um zu ermitteln. Sie geht auf Tuchfühlung mit der Mafia und muss erkennen, wie gefährlich das ist. Wie kommt sie aus dem Schlamassel nur wieder heraus?

Der dritte Fall der eigenwilligen Hobby-Detektivin, locker und mit Wortwitz erzählt.

Ein humorvoller Krimi, der sich nicht immer wie ein Krimi anfühlt.

Die ideale Urlaubslektüre.

Lektorat

Das ist die endgültige Fassung, für die sich die Autorin entschieden hat. Ein Klappentext, der Roman klar und verständlich darstellt. Der Leser weiß, auf was er sich einlässt. Wie oben schon geschrieben, würde ich im Text selbst etwas mehr Wortwitz aufblitzen lassen, um die Atmosphäre des Romans erleben zu lassen. Und bei den drei Schlussätzen wiederholt der zweite, was vorher bereits gesagt wurde, den könnte man streichen.

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind oder etwas zu diesem Beispiellektorat beitragen wollen, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier

Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum  Datenschutz  Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

 

 

 

 

Advertisements
Klappentextlektorat Mai 2018

12 Dinge, die Autoren über den Bestsellercode wissen sollten

Wieder einmal ging die Meldung durch die Presse, es gäbe einen Bestsellercode. Diesmal ein Programm, das erkennen könnte, ob ein Buch ein Bestseller wird. Erst fand ich das lächerlich, eben die übliche Pressegurke.

Doch dann habe ich das Buch »Der Bestsellercode« gelesen. Seitdem bin ich anderer Meinung. Im Gegensatz zu den üblichen Verdächtigen hat dieses Konzept Hand und Fuß.

Mein Kollege Ruprecht Frieling hat bereits eine Rezension dazu verfasst. Hier zwölf Punkte zu diesem Bestsellercode. Was kann er leisten und was nicht? und vor allem: Was ist das eigentlich, dieser Bestsellercode?

Was ist der Bestsellercode?

Es ist ein Programm, das Bücher anhand von 2.000 Merkmalen untersucht. Und feststellen will: In welchen Eigenschaften unterscheiden sich Bestseller der New York Times Bestsellerliste von Verlagsbüchern, die keine Bestseller sind. Untersucht wurden nicht die Eintagsfliegen, sondern die großen Bestseller, die sich längere Zeit in der Liste halten. J. Archer, eine ehemalige Lektorin von Penguin, und Matthew Jockers, ein Computerlinguist der Stanford University, wollten untersuchten, ob es Gemeinsamkeiten gibt, die Bestseller von Nichtbestsellern unterscheidet. Jockers hatte bereits viele Jahre an Analyseprogrammen gearbeitet, die Unterschiede in Texten untersuchten.

Zunächst wurde das Programm mit Büchern gefüttert, anhand deren es lernte, in welchen Eigenschaften sich Bestseller von Nichtbestsellern unterscheiden. Anschließend musste es weitere Bücher daraufhin untersuchen, ob sie Bestsellereigenschaften hatten oder nicht. Die Trefferquote lag bei 80%. Das heißt, 4 von 5 Büchern ordnet das Programm korrekt in die Kategorien »Bestseller« oder »Nichtbestseller« ein. Als »Shade of Grey« erschien, war das Programm bereits geschult. Nervös fütterten die Autoren das Programm mit diesem Superbestseller, der so oft geschmäht wurde. Was würde das Programm sagen?

Das Programm errechnete eine Bestsellerwahrscheinlichkeit von 90%.

Allerdings ordnete es das Buch nicht als »Erotik« ein, sondern als »Liebesgeschichte«. 21% der Szenen fallen unter das Thema »Menschliche Nähe«. 13% »Vertraute Gespräche«, 10% gehören zum Thema »nonverbale Kommunikation«. Die Diskussion der »Fifty Shades« ist eines der Highlights des Buches. Weil es zeigt, wie viel ein Computerprogramm über die Muster von Geschichten herausfinden kann.
Ach ja, Bestseller zeichnen sich generell dadurch aus, dass zwei oder maximal drei Themen die Geschichte beherrschen, da liegt »Fifty Shades« voll im Trend. Wer möglichst alles in einem Buch unterbringt, kann vielleicht begeisterte Feuilletonkritiken ernten, aber schafft keinen Bestseller.

Kann man bei Büchern Gemeinsamkeiten feststellen?

Die klassische deutsche Vorstellung sagt uns, dass jedes gute Buch originell ist, einmalig und sich folglich solche Gemeinsamkeiten nicht finden lassen. Dabei untersuchen Literaturwissenschaftler schon lange die Bücher verschiedener Epochen und wissen, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben. Joseph Campbell hatte in den Vierzigern die Mythen unterschiedlichster Völker und Kulturen untersucht – die Bestseller der Vergangenheit – und festgestellt, dass sie ein gemeinsames Grundgerüst haben. Daraus entstand das Konzept der Heldenreise. Bücher haben Gemeinsamkeiten und warum sollten sich Bestseller nicht von Nichtbestsellern unterscheiden?

Inhalt ist wichtiger als Marketing

Für Marketingleute hält der Bestsellercode eine niederschmetternde Erkenntnis bereit. Das Programm wusste nicht, wie viel Geld im Marketing ausgegeben wurde, wie oft die Bücher besprochen wurden, ob das Buch als Spitzentitel lanciert wurde, es untersuchte nur den Text. Erstaunlicherweise zeigte sich, »dass Marketing bestenfalls eine begründete Vermutung darstellt und keineswegs eine wirkliche Antwort auf die Frage, warum manche Romane ein Millionenpublikum finden und von anderen kaum eine Handvoll verkauft wird.«

»Harry Potter« startete seinen Erfolg ohne jedes Marketing (Startauflage 500), erst als klar wurde, dass es sich verkauft, sprangen die Marketingleute auf den Zug. Von den unzähligen Nachahmern dagegen, die mit großem Marketingetat starteten, erreichte keiner einen vergleichbaren Erfolg.

Sebastian Fitzeks erstes Werk hatte eine Auflage von 4.000. Heute wird jedes seiner Bücher mit großem Tam-Tam beworben – aber erst, nachdem sich Fitzek durchgesetzt hat.

Entschuldigung. Ganz stimmt das nicht, was ich hier sage. Jeder im Buchmarkt weiß, was die wirkungsvollsten Marketingelemente sind.

  1. Mundpropaganda. Wenn jeder, der das Buch gelesen hat, anschließend überall mit leuchtenden Augen davon erzählt, ist das die beste Werbung.
  2. Der Autorenname. Ein Autor, der bereits viele mit seinen Büchern fasziniert hat, wird gekauft.

Beides hängt vom Inhalt ab. Bücher müssen viele Leserinnen und Leser faszinieren, um zum Bestseller zu werden. Wer glaubt, dass der Werbeetat entscheidet, was zum Bestseller wird und was floppt, der irrt.

Möglicherweise ist das Marketing bei Me-too-Büchern wichtiger. Alle die Vampirromane, von denen keiner den Erfolg von »Biss zum Morgengrauen« erreichte, unterscheiden sich kaum.

Das wäre natürlich eine interessante Aufgabe für das Programm: Was unterscheidet die Nachahmer? Ist das Marketing das, was bei diesen den Erfolg ausmacht?

Können Computer überhaupt Texte beurteilen?

Alle Welt wartet auf das Programm, das selbstständig Romane schreiben kann. Unbemerkt von dieser Hype gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Programmen, die Muster in Texten erkennen und anzeigen können. Jeder Autor hat eine Autoren-DNA und so nimmt es nicht wunder, dass schon längst vor Gericht mit Analysetools gearbeitet wird, um Straftäter zu überführen.

Der Duden Korrektor wird jedes Jahr mit seiner Rechtschreibprüfung besser. Autoren können ihre Texte auf Füllwörter und Wiederholungen prüfen lassen.

Computer können zwar nicht denken, nicht fühlen, aber sie können Muster erkennen. Und darin sind sie wirklich gut. Warum sollten sie also keine Gemeinsamkeiten zwischen den großen Bestsellern erkennen können?

Was man nie vergessen darf: Kulturredakteure beurteilen Bücher anders als Normalleser. Dass die »Fifty Shades« von so vielen verrissen wurden, ändert nichts daran, dass sie offenbar etwas haben, dass Millionen Leser begeisterte, das aber alle Nachahmer nicht bieten können. Und das Buch hat, sagt das Programm und ich stimme zu, viele Gemeinsamkeiten mit anderen Bestseller. Zum Beispiel mit denen der Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison.

Natürlich könnte man mit dem Programm auch untersuchen, wodurch sich Bücher, die im Feuilleton besprochen werden, von denen unterscheiden, die nicht besprochen werden. Das Ergebnis wäre spannend. Aber vermutlich desillusionierend.

Was genau unterscheidet Bestseller von Nichtbestsellern

Das Erstaunliche: Vieles ist nicht neu. Dass Bestseller weniger Adjektive verwenden, bestätigt Mark Twain, der schon vor über hundertfünfzig Jahren vor Adjektivitis warnte. Dass Nichtbestseller viel öfter das Wort »very« (sehr) verwenden, dürfte keinen Lektor überraschen. Ebenso wenig, dass in Nichtbestseller etwas öfter »scheint«, die Helden »wünschen«, »vermuten« und »akzeptieren«. Wogegen die Personen in den Bestsellern »etwas brauchen«, »wollen«, »vermissen« oder »lieben«. Die Hauptfiguren der Geschichten sind in Bestsellern aktiver, in Nichtbestsellern passiver.

Auch zahlreiche andere Schreibregeln, die sich in (guten) Schreibratgebern finden, bestätigt das Programm. Nichtbestseller zeichnen sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Themen aus, Bestseller konzentrieren sich auf ein Thema. Themen sind wichtiger als Genres.

Bestseller haben weniger Sex als Nichtbestseller, das sagt auch das Programm. Erstaunlich, nicht wahr? »Sex sells« gilt als unumstößliche Wahrheit des Buchmarkts. Ehrlich gesagt bin ich auch skeptisch. Leider verrät uns das Buch nicht, was der Bestsellercode als »Sexszene« betrachtet. Ich habe den Verdacht, dass das Programm prickende Erotik unter »menschliche Nähe« oder »Vertrautheit« ablegt und nur Turnübungen als Sex erkennt.

Interessant ist auch, wodurch sich Bestseller nicht von anderen Büchern unterscheiden. Der Ort ist zum Beispiel irrelevant, meint das Programm.

Sieben Handlungsverläufe

Jeder Autor kennt die Drei-Akt-Struktur. Der Bestsellercode kann den Handlungsverlauf sehr viel deutlicher darstellen, er hat insgesamt sieben unterschiedliche Plottypen identifiziert. Alle haben eins gemeinsam: Höhen und Tiefen und Konflikt.

Macht das Programm Lektoren und Literaturwissenschaftler überflüssig?

Ganz sicher nicht. Aber es erleichtert ihnen die Arbeit, weil es tausende von Büchern analysieren kann. Literaturwissenschaftlern kann es eine Fülle von Daten über unterschiedliche Epochen liefern. Vergleiche zwischen unterschiedlichen Schriftstellern sind ausführlicher möglich. Im Buch untersuchen die Autoren die Unterschiede von Danielle Steel und John Grisham anhand der Computeranalyse, liefern interessante Erkenntnisse über »Fifty Shades of Gray« und manches andere Buch.

Die Diskussion unterschiedlicher Bücher ist das Highlight des Bestsellercodes.

Kann man mit Hilfe des Bestsellercodes Bestseller schreiben?

Nein. Das Programm liefert keine Formel, keine How-to Anleitung. »Bitte beschweren Sie sich nicht, dass Sie von uns keine Formel bekommen, mit der Sie sich problemlos einen Millionen-Vertrag sichern können«, sagen die Autoren

Das Programm kann Texte analysieren, feststellen, ob sie bestsellertauglich sind. Auch da ist es nicht perfekt, die Trefferquote beträgt 80%.

Mein Buchhaltungsprogramm verrät mir auch keine Zauberformel, wie ich mehr Gewinn machen kann. Es liefert mir Daten, entscheiden muss ich selbst.

Werden die Verlage jetzt nur noch Bestseller verlegen?

Das ist die große Angst. Meiner Meinung nach ist sie unbegründet. Zum einen konzentrieren sich die großen Publikumsverlage bereits heute auf die potenziellen Bestseller. Nur gibt es davon nicht so viele. Jedenfalls von den ganz großen Bestseller und nur die wurden untersucht. Möglicherweise erleichtert der Bestsellercode die Suche. Möglicherweise stärkt es die Position der Lektoren gegenüber den Marketingleuten. Schließlich betont das Programm, wie wichtig die Inhalte sind.

Kleinverlage und auch viele mittlere Verlage haben sowieso ein anderes Geschäftsmodell. Und auch ein Midlist Buch mit 30.000 Auflage ist ein gutes Geschäft.

Ach übrigens, die meisten unsterblichen Werke der Weltliteratur waren Bestseller. Entgegen dem beliebten deutschen Klischee, dass Bestseller und Mainstream immer schlecht seien.

Nobody is perfect

Die Daten des Programms müssen interpretiert werden. Menschen sind nötig, um das zu bewerten, was das Programm herausfindet. Sonst sitzt man schnell Fakes auf.

Archer und Jockers wollten wissen, ob das Programm das Geschlecht des Autors erkennen kann. Tatsächlich konnte es mit 70% Genauigkeit das Geschlecht vorhersagen. Doch bei näherem Hinsehen gab es Autorinnen, von denen der Bestsellercode felsenfest glaubte, dass es sich um Männer handelte. »Je genauer wir uns mit den Biografien beschäftigten, desto klarer wurde uns, dass geschlechtstypischer Stil möglicherweise nur ein Fehlsignal ist. Der Stil, den das Modell als den am typischsten männlichen identifizierte, schien zugleich der literarischste zu sein. […] Wahrscheinlicher schien deshalb, dass wir es weniger mit natürlichen Stilunterschieden zu tun hatten, als mit der Auswirkung von Kultur.«

Kurz gesagt: Das Programm warf die Autorinnen und Autoren zusammen, die aus dem literarischen Kanon und von Universitäten kamen. Der ist immer noch männlich geprägt.

Die drei typischsten männlichen Autoren hatten alle den Pulitzerpreis gewonnen. Die drei typischsten Autorinnen kamen alle aus dem journalistischen Bereich. Und einige der Männer, die das Programm als Frauen identifizierte, kamen ebenfalls aus dem journalistischen Bereich.

Möglicherweise ist das der Grund, dass bei Literaturpreisen in aller Regel die Männer überwiegen?

Wann kommt das Programm, das Romane schreibt?

Da werden noch viele Gigabytes durchs Internet fließen. Auch wenn Philosophen jetzt plötzlich die »digitale Revolution« entdecken, ein kurzer Blick auf die Geschichte lehrt uns anderes. Seit über vierzig Jahren marschiert die Digitalisierung. Seit vierzig Jahren gibt es Buchführungsprogramme für Selbstständige. Sie werden jedes Jahr besser. Doch den Befehl »Alexa, mach mal schnell meinen Jahresabschluss« befolgen sie immer noch nicht. Mein Jahresabschluss ist nach wie vor Stress.

Ähnlich die Übersetzungsprogramme. Vor zwanzig Jahren trugen sie zur Erheiterung bei, heute können sie schon recht gut Facebook-Postings übersetzen, aber bis sie Hemingway oder Tolstoj kongenial übersetzen, wird es noch einige Zeit dauern.

Natürlich gibt es Lyrikgeneratoren. Deren Ergebnisse klingen meist so, als habe sie ein drittklassiger Lyriker verfasst, als er einen schlechten Tag hatte. Auf Lyrik in der Qualität Gomringers oder Kästners wird man noch einige Zeit warten müssen.

Ich glaube, dass es immer bessere Unterstützungsprogramm für Autorinnen und Autoren geben wird. Die den Stil analysieren, Plotvorschläge machen und vieles mehr. Bis die Programme aber den Befehl ausführen können: »Alexa, schreib mir mal einen Liebesroman« wird noch viel Zeit vergehen.

Wurde das Programm getestet?

Nein, es gibt keinen Test unabhängiger Wissenschaftler, bisher gibt es nur die Ergebnisse der Autoren. Sie klingen plausibel und sicher kann man mit dieser Technik Eigenschaften von Büchern untersuchen. Ein Test durch unabhängige Wissenschaftler wäre aber wünschenswert.

Zusammenfassung

Was leistet das Programm? Sicher kann es am Manuskript erkennen, ob ein Text Bestsellerqualitäten hat. Die Autoren streichen das als den Hauptvorteil heraus, sie bieten das auch als Dienstleistungen für Verlage an.

Meiner Meinung nach ist viel wichtiger, was das Programm über unterschiedliche Bücher herausfinden kann. Und in Zukunft wird es weitere Programme geben, die uns immer mehr Details über Romane verraten. Unterscheiden sich Bestseller aus dem Selfpublishing von Verlagsbestsellern? Was kennzeichnet Bücher, die das Programm als Bestseller erkennt, die aber keine Bestseller wurden?

Man darf gespannt sein.

Der Bestsellercode, Archer, Jodie / Jockers, Matthew L., Plassen Verlag,

ISBN: 9783864704994, 19,99 (Print), 17,99 (E-Book)

Leseprobe

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind oder etwas zu diesem Beispiellektorat beitragen wollen, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier
Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum  Datenschutz  Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

 

12 Dinge, die Autoren über den Bestsellercode wissen sollten

Klappentextlektorat April 2018

Ein Duke auf Reisen

(c) Maggie Fenton, AmazonCrossing

Der Duke of Montfort ist ein mächtiger Mann. Er hat sein Leben im Griff [mehr lesen]

Ich wurde darauf hingeweisen, dass Amazon es unter Umständen nicht gerne sieht, dass der Klappentext hier abgedruckt wird. Deshalb hier der Link zum Weiterlesen des besprochenen Klappentextes.

Lektorat

Dieses Buch wurde mit diesem Klappentext bei Amazon Crossing veröffentlicht. Das merkt man, der Text ist professionell aufgebaut.

Anfang

Der erste Abschnitt führt die Hauptperson ein und deren Alltag. »Der Duke von Montfort ist ein mächtiger Mann«, das weckt ein Bild, wir vermuten einen englischen Adligen des neunzehnten Jahrhunderts. Das sagt uns auch schon das Cover.

»Er hat sein Leben im Griff und seine Ländereien unter Kontrolle.« Aha, ein Alphamann, der nach der Devise lebt: »Alles hört auf mein Kommando.« Das steht so nicht da, aber der Satz weckt dieses Bild.

Etwas langweilig, wenn es so weiter ginge. Doch dann wechselt der Text zum Konflikt, der im nächsten Halbsatz zur Sprache kommt. Es gibt etwas, das offenbar nicht auf sein Kommando hört. Die Brauerei im Norden.

Zweiter Absatz

Also beginnt die Geschichte damit, dass er nach Norden reist, damit auch dort alles auf sein Kommando hört. Würde ihm das gelingen, wäre die Geschichte sofort zu Ende. Doch dort trifft er den Bösewicht. Der in dem Fall weder männlich noch böse ist. Aber sie hat alles, was ein Gegenspieler haben muss. Sprich: Sie wird sich den Wünschen des Duke nicht fügen, sondern im Gegenteil ihr Ziel verfolgen, dass alles auf IHR Kommando hört. Perfekter Konflikt.

Dritter Absatz

Der dritte Absatz verschärft den Konflikt. Beide haben nicht nur das Ziel, den anderen loszuwerden und die eigene Führungsrolle zu behalten; gleichzeitig gibt es diese gegenseitige Anziehungskraft.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Ja, das ist ein beliebtes Thema in Liebesromanen. Nicht nur dort, auch in unserer Wirklichkeit kommt es öfter vor, habe ich mir sagen lassen. Dieses Thema hat seit dem neunzehnten Jahrhundert unzählige Romane hervorgebracht und fesselt immer noch vor allem die weibliche Leserschaft. Kein Wunder, denn es berührt die Frage der Gleichberechtigung und ob sich Frauen den Männern unterordnen sollen.

Schlusssatz

»Der Duke kann sich nicht entscheiden, ob er Astrid erwürgen oder doch lieber verführen will …«, das ist der Schlusssatz, der den Konflikt auf den Punkt bringt.

Natürlich wissen wir, wie es ausgehen wird. Die beiden werden sich zusammenraufen und heiraten. Allerdings werden sie bis dahin noch viele Gefechte miteinander ausfechten, die den Duke einigen Schweiß kosten und dem Leser vergnügliche Momente bringen werden.

Atmosphäre

Welche Atmosphäre verspricht uns das Buch? Witz und Liebe. Eine Frau und ein Mann, die sich verändern müssen, um zueinander zu finden.

Wilde Leidenschaften, ungezügelter Sex? Eher nicht. Der Duke muss überhaupt erst einmal zugeben, dass er ausgerechnet von einer Frau angezogen wird, die so gar nicht seinem Ideal entspricht und die auch nicht auf sein Kommando hört. Vermutlich gilt das auch umgekehrt. Wenn sie vor dem Traualtar landen, haben sie zur Freude der Leserschaft einen mühseligen Weg zurückgelegt. Und die Geschichte ist aus. Zunächst zumindest.

In solchen Romanen erwartet man keine leidenschaftlichen Bettszenen. Im Gegenteil, wenn der Klappentext so etwas andeutet, dann floppt das Buch, und Sexszenen im Text werden mit schlechten Rezensionen abgestraft.

Meiner Meinung nach durchaus verständlich. Denn, wie gesagt, bis beide sich Leidenschaften eingestehen, müssen sie erst einmal lernen, dass so etwas mit Menschen möglich ist, die so gar nicht den eigenen Wünschen entsprechen.

Titel

Der Titel wäre für ein einzelnes Buch mit obigem Thema weniger geeignet. Doch es ist eine Reihe, und in Reihen ist es wichtig, dass der Titel sich in die Reihe einordnet.

Aus: tempest, April 2018

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind oder etwas zu diesem Beispiellektorat beitragen wollen, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier

Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum  Datenschutz  Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

 

Klappentextlektorat April 2018

Friedrich Schiller erzählt über den Krieg in Irak und Syrien

Friedrich Schiller ist lange tot. Ab und zu quält er Schüler im Deutschunterricht, aber der coole neue Schriftsteller ist er nun wirklich nicht.

Und dann kam er nach Bagdad. Die Schriftstellerin und Regisseurin Astrid Vehstedt hatte Kontakt zu einer Gruppe Iraker gefunden, die in Bagdad einen Kulturinstitut aufbauen, das Bait Tarkib. Eine Woche traf man sich in Bagdad und studierte eine Aufführung ein. »Die Eroberung von Magdeburg« aus Schillers »Geschichte des dreißigjährigen Kriegs«.

Entstanden ist eine zehnminütige Aufführung, ein Film der Aufführung, dem man ansieht, dass er nicht mit professionellen Kameras, Schnitttechnik und all dem bearbeitet wurde, was wir heute von Filmen erwarten. Aber gerade dadurch wirkt der Film.

Denn plötzlich wird Schiller lebendig. Sein Text über die Kriegsgräuel im dreißigjährigen Krieg könnte genausogut die Gräuel aus Irak, Syrien und dem IS beschreiben. Die jungen Iraker hatten all das erlebt, was Schiller beschreibt. In jeder Familie gibt es Personen, die von Anschlägen getötet wurden, zwischen die Fronten gerieten oder sich verstecken mussten. Wie jener Geiger, der sich über ein Jahr in Mossul in einem Kellerloch lebte, nachdem der IS Mossul erobert hatte. Musiker gelten für radikale Islamisten als unislamisch, sind vom Glauben abgefallen und müssen getötet werden. Als er nach draußen kam, hielt er seine Hände der Sonne entgegen. Damit sie endlich wieder Licht fühlen konnten.

Der Dreißigjährige Krieg in Deutschland gleicht dem Krieg im Nahen Osten erschreckend. Religionskrieg einerseits, Großmächte, die sich einmischen und schon lange weiß niemand mehr genau, wer hier gegen wen und warum kämpft. Entfesselte Soldateska, die keine Hemmungen mehr kennt.

Wie in Magdeburg.

Eine Stadt, Bagdad, in der jeder nur möglichst schnell durch die Straßen eilt, weil es überall Gefahren gibt, jederzeit eine Bombe hochgehen kann. Eine Stadt, in der Astrid Vehstedt sich nur unter Begleitung eines Sicherheitsdiensts bewegen konnte. Zu groß die Gefahr von Entführungen und schlimmerem.

»Ich guck mir keine Nachrichten mehr an«, sagte einer der Schauspieler. Er halte das nicht mehr aus.

Eine Aufführung, die im Gedächtnis bleibt. Ein Text, der daran erinnert, dass Deutschland und der Irak viel näher sind, als mancher vermuten mag. Und ein toter Dichter, der plötzlich sehr, sehr lebendig ist.

Danke an Astrid Vehstedt, die in Blossin auf der VS Tagung darüber berichtet hat.

Links

Die Regisseurin Astrid Vehstedt:
http://www.astrid-vehstedt-neu.de

Links zu Bait Tarkib, dem Kulturinstitut in Bagdad:

https://www.democracyendowment.eu/we-support/tarkib-baghdad-contemporary-arts-institute-ngo/

https://www.youtube.com/watch?v=30jn_UL_41c&index=1&list=PLztQEPG2rHOTwcnoZ3wYatPKqfUPmkDRb&t=0s

Die Kunst des Erzählens, Bericht über den Workshop in Bagdad:

https://www.goethe.de/ins/iq/de/kul/mag/21138794.html

Mit den Augen von Inana: Lyrik und Kurzprosa zeitgenössischer Autorinnen aus dem Irak

PS: Im Moment läuft ein Antrag, um das Projekt fortzuführen. Wir können nur hoffen, dass er genehmigt wird. Der Film ist leider noch nicht im Netz zu sehen, weil auch dafür ein Antrag auf Förderung läuft.

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind oder etwas zu diesem Beispiellektorat beitragen wollen, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier

Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum  Datenschutz  Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

 

Friedrich Schiller erzählt über den Krieg in Irak und Syrien

Nie mehr Buchhandel?

Manchmal kann ich mich nur noch wundern. Greifen jetzt Buchhändler zu Mafia-Methoden?

Vor drei Jahren habe ich mit Elke Pistor und Nina George  zusammen die Unterschriftenliste gegen Amazons Erpressung initiiert. Amazon hatte die „Gefällt auch“ Rubriken manipuliert, Autoren und Bücher ausgelistet, um Verlage unter Druck zu setzen. Ihnen quasi Rabatt-Angebote unterbreitet, die sie nicht ablehnen konnten, so nennt man das glaube ich bei der Mafia. Die Liste wurde von mehreren tausend Autoren unterschrieben und wir haben, so hoffe ich, Amazon soviel Ärger gemacht, dass es sich in Zukunft überlegen wird, Rabattschlachten auf dem Rücken der Autorinnen und Autoren auszutragen.

Und jetzt hat Marah Woolf einen Blog geschrieben. Aufgrund eines Briefes einer Buchhändlerin, die bat, Marah Woolf möge doch in der Werbung zu einem Buch nicht auf Amazon verweisen, sondern auf den Verlag verlinken. Etwas seltsam, gewiss, denn das Buch war ein Ebook und hatte keinen Verlag. Wie jeder weiß, ist Marah Woolf eine der erfolgreichsten Selfpublisherinnen. Soweit so gut.

Marah hat die Dame darauf hingewiesen, dass es den Verlagslink mangels Verlag nicht geben kann. Und dazu einige Überlegungen zum Buchmarkt angefügt, immerhin hat der in letzter Zeit nicht nur Käufer, sondern vor allem Leser verloren. Mehrere Millionen, die nicht vom Buchhandel zu Amazon gegangen sind, sondern gleich ganz wegblieben vom Lesen. Ein sachlicher Beitrag, über die einzelnen Teile kann man unterschiedlicher Meinung sein. Waren natürlich auch einige Kommentatoren.

Andere aus der Buchhandlungsbranche waren es leider nicht. Sachlich, meine ich. Wer nicht genau die gleiche Meinung hat, ist ein Verräterl Eben die üblichen Trolle. Wozu nach Argumenten suchen, wenn es persönliche Beschimpfungen auch tun?

Hier eine kleine Auswahl:
„Wie armselig sie doch sind.“
„niedere Autorin“
“ Marah Woolf geht es nur ums Geld“
„wer sich als Autorin so zum deutschen Buchhandel outet, hat meiner Meinung nach keinerlei Ehre verdient.“
„Das ist einfach nur ekelhaft was diese Frau von sich gibt“

Natürlich durften Drohungen nicht fehlen.
„Es tut mir nun für den Verlag leid, dass dessen Absätze schwinden werden“
„Wirklich schade, dass der Verlag dieses unprofessionelle Verhalten ausbaden muss. “
„werde ich mir künftig auch die Mara Wolf Bücher nicht mehr hinlegen“
„Mainstreamscheisse“

„ich werde keins deiner Bücher weder lesen, noch an Freunde weiterempfehlen“

 

Klare Ansage an alle Autoren: Ein falsches Wort und du fliegst hier aus dem Laden. Sagte ich vorhin etwas über Mafia?

Und mancher gab sich alle Mühe, seine Unkenntniss des Buchmarkts öffentlich zur Schau zu stellen. Da wurde allen Ernstes behauptet, der Buchhandel hätte Marah Woolf bekannt gemacht. Für viele Autoren stimmt das. Marah Woolf jedoch und viele andere wurden als Selfpublisher durch Amazon bekannt. Jeder weiß das, der sich im Buchmarkt auch nur ein kleines bißchen auskennt. Notfalls kann einem Google das sagen, dauert keine Minute. Amazon hat da eine Marktnische entdeckt und dort jetzt ein Fast-Monopol. Leider.

Marah Woolf hat Glück. Sie ist nicht auf den Buchhandel angewiesen. Sie war sogar eine der ersten, die ihre Bücher als Print herausgebracht hat und damit dem Buchhandel Verkäufe ermöglichte. Ist das jetzt vorbei? Muss man erfolgreichen Selfpublishern raten, veröffentlicht ja nicht bei Verlagen, dann seid ihr vom Buchhandel abhängig? Offenbar gibt es viele Buchhändler, die Selfpublisher, nun ja, nicht gerade hassen. Aber verkaufen? Dann doch lieber die grauen Schatten. Selfpublisher kommen schließlich von Amazon (von wo sonst?).

Wäre natürlich Unsinn. Schließlich weiß ich, dass es überall Trolle gibt und überall Leute, die auf jeden losgehen, der auch nur einen Millimeter vom rechten Meinungspfad abweicht  Wer weiß, vielleicht sind es bezahlte Agent Provocateurs von Amazon?Wer solche „Freunde“ hat, wie die genannten, braucht wahrhaftig keine Feinde mehr.

Zum Glück gibt es die anderen, die vielen Buchhändler, die sich (anders als die Trolle) tatsächlich auskennen, sachlich argumentieren und gute Arbeit leisten.

Außerdem ist Amazon vielleicht nicht der Teufel, aber ganz sicher kein Engel.  Die diversen Bestrebungen der Firma aus Seattle, ein Monopol zu errichten,  beobachte ich mit Sorge und habe schon öfters in Diskussionen im Fairen Buchmarkt darauf hingewiesen. Von oben genannter Unterschriftenaktion ganz zu schweigen.

Dabei wäre der Buchmarkt ohne Amazon auch nicht sicherer für Buchhändler. Ich erinnere nur an die Thalia Aktionen, als die den Markt beherrscht haben. Und ohne Amazon wäre der Buchmarkt heute auch sehr viel einförmiger. Ja, ich weiß, viele werden da widersprechen, aber ich kenne viel zu viele Autorinnen und Autoren, gute wohlgemerkt, die die Leser sonst nie zu Gesicht bekommen hätten.

Um nochmals auf Marahs Blog zurückzukommen. Ja, der Buchmarkt hat Millionen Leser verloren. Aber daran ist ausnahmsweise nicht Amazon schuld, die Gesamtzahl der Leser ist nämlich zurückgegangen. Und das bedroht uns alle. Also, liebe Buchhändler, sachlich bleiben. Wir sitzen im selben Boot.

Ihr Hans Peter Roentgen

Weitere Links:

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind oder etwas zu diesem Beispiellektorat beitragen wollen, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier

Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum  Datenschutz  Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

 

Nie mehr Buchhandel?

Döner gehört nicht zu Deutschland, sagt Seehofer

Gestern hat Seehofer die ersten Ergebnisse des Forschungsprojektes »Was gehört zu Deutschland?« vorgestellt.

»Döner gehört definitiv nicht zu Deutschland, das steht jetzt fest«, sagte er auf einer Pressekonferenz. »Deutschland ist Wurstland seit jeher.«

Das Forschungsteam werde seine Untersuchungen fortsetzen und nach und nach alle Gerichte daraufhin untersuchen, welche zu Deutschland gehören und welche nicht.

Deutsche Gerichte gehören zu Deutschland

»Wir wollen endlich Klarheit!«, sagte Seehofer, »damit Wirte und Hausfrauen wissen, was zu Deutschland gehört. Diese Aufgabe wurde lange sträflich vernachlässigt. Die Bürger haben ein Recht darauf, zu wissen, ob das, was auf ihren Teller kommt, auch zu Deutschland gehört.« Besonders hob er hervor, dass zu der dreiundzwanzigköpfigen Forschungsgruppe (Durchschnittsalter 68,7 Jahren) auch eine Frau gehöre. „Frauen gehören zu Deutschland“, rief er aus.

Die Grünen attackierten ihn heftig, sie vermuteten, dass die promovierte Lebensmittelhistorikerin in Wirklichkeit nur zum Kaffeekochen eingestellt worden sei und das Heimatministerium Zweifel hätte, ob Frauen zu Deutschland gehörten.

Das Stichwort »Kaffee« rief heftige Tumulte seitens der AfD hervor, deren Abgeordnete »Verrat« brüllten. Dr. Höcke legte in einer persönlichen Erklärung dar, dass die Kaffeemaschine im Forschungszentrum ein deutliches Zeichen dafür sei, dass es sich bei dem Projekt um ein geschicktes Täuschungsmanöver des rotgrün versifften Ministeriums handle.

Kaffee islamisiert Deutschland

»Mit Kaffee leisten Sie einen Beitrag zur Islamisierung Deutschlands“, fuhr Höcke fort. „Kaffee ist eine arabische Droge, die nicht zu Deutschland gehört! Schon die Türken wollten Deutschland mit Kaffee erobern!!!«, erklärte er unter dem Beifall der AfD Abgeordneten. »Zu Deutschland gehört Muckefuck!«

Die AfD-Fraktion stellte einen Antrag, die Forschungsgruppe aufzulösen und ein Instiut für zu Deutschland gehörende Dinge und Personen zu gründen, das ein Prüfsiegel vergebe. Restaurants sollten verpflichtet werden, Gerichte in Zukunft zu kennzeichnen. »Rot«: gehört nicht zu Deutschland, »gelb«: Status noch unklar, »braun«: gehört zu Deutschland.

In Zukunft sollten alle Personen, die sich in Deutschland aufhalten, sich ebenfalls einem Test unterziehen, ob sie zu Deutschland gehören und das Ergebnis solle in Ausweis, Pass und anderen Dokumenten festgehalten werden.

»Wir wollen endlich Klarheit«, erklärte Höcke.

Pegida kündigte an, dass die nächste Montagsdemo unter dem Motto stehen würde: »Stoppt die Islamisierung Deutschlands durch islamische Getränke, die nicht zu Deutschland gehören!« Man werde eine öffentliche Kaffeeverbrennung durchführen.

 

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier

Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum Datenschutz Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

Döner gehört nicht zu Deutschland, sagt Seehofer

Kein Geld fürs Lektorat? 10 Lösungen

Immer wieder klagen Selfpublisher: »Ich habe kein Geld fürs Lektorat, will aber eine Geschichte veröffentlichen. Was tun?«

Natürlich gibt es die Standardantwort: Eine verkäufliche Geschichte ist eine gut lektorierte Geschichte. Ein Text voller Rechtschreibfehler, Stilblüten und ohne Spannung erntet böse Rezensionen. Nicht falsch, aber greift etwas zu kurz.

Für den Bolzplatz braucht man keinen Trainer, für die Bundesliga schon.

Will sagen: Erfolgreiche Selfpublisher (und erfolgreiche Verlagsautoren) haben Lektoren, so wie Bundesligaspieler Trainer haben. Sie trainieren jeden Tag, verdienen Geld, aber stehen unter Druck und müssen liefern.

Wer auf dem Bolzplatz spielt, braucht keinen Trainer. Spielen macht Spaß, schreiben auch und wenn jemand zuschaut oder den Text liest, gut. Niemand erwartet von dem Bolzplatz die Qualität der Bundesliga. Niemand zahlt dafür die Preise der Profiligen. Sicher, auch in Bundesligaspielen gibt es Fehlpässe, so wie es in Verlagsbüchern Druckfehler gibt. Nur eben sehr viel weniger.

Wer weiterkommen will, muss trainieren

Das gilt für den Bolzplatz wie für das Schreiben. Von nichts kommt nichts und der Weg zum Bestsellerautor ist steinig, egal, ob er über den Verlag führt oder über das Selfpubishing. Training ist im Anfang fast wichtiger als Lektorat. Obwohl ein gutes Lektorat immer auch Training ist.

»Man braucht viele Jahre, um über Nacht berühmt zu werden«, sagte die Bestsellerautorin Nina George. Alle erfolgreichen Autorinnen (und auch die Autoren), die ich kenne – und mittlerweile kenne ich viele – haben einen langen Weg hinter sich. Auch J.K. Rowlings hat nicht eines Tages beschlossen: »Ich werde Schriftstellerin« und am nächsten Tag hatte sie mit Harry Potter Erfolg.

Jeder lange Weg beginnt mit einem kleinen Schritt

Eigentlich banal, wird aber immer wieder angezweifelt. Autoren beschweren sich, dass niemand ihre selbstverlegten Werke liest, fragen: »Was für geheime Marketingstricks gibt es, die mein Werk vom Flop zum Bestseller katapultieren?«.

Schaue ich mir die entsprechenden Bücher an, reicht oft schon der Blick auf das Cover und die erste Seite, um zu antworten: »Du stellst die falsche Frage. Trainiere erst mal deine Schreibmuskeln, dein Gespür für Text und Spannung, und, ach ja, deine Pässe sollten auch öfter im Ziel statt haarscharf daneben liegen. Dein Text hat nicht (noch nicht!) das Zeug zum Bestseller«.

Workshops sind das kleine Lektorat

Ich bin ein Fan der Workshops. Schaut euch die Angebote der Bundesakademie an, dort könnt ihr unter Anleitung erfahrener Autorinnen und Lektoren eure ersten Seiten besprechen und eure Plots und Exposés. Gibt auch viele Angebote anderer Institutionen, hier eine Liste:

https://hproentgen.wordpress.com/2016/10/27/workshops-und-seminare-fuer-autoren/

Die Kosten sind übersichtlicher als ein Komplettlektorat und man lernt eine Menge aus den Fehlern anderer. Mit etwas Glück findet man Gleichgesinnte, die ebenfalls vom Bolzplatz weg wollen und in den professionellen Buchmarkt streben. Warum keine Arbeitsgruppe mit ihnen bilden?

Man muss nicht gleich ein ganzes Schwein kaufen, wenn ein Schnitzel reicht.

Ein gewerbsmäßiger Koch investiert, weiß, dass er entsprechen Ausrüstung braucht und große Mengen kaufen muss. Wer noch am Anfang steht, kommt erst mal mit dem Backofen aus.

Man kann die ersten Seiten einem Lektor geben. Oder das Exposé, die Beschreibung des Plots. Gute Lektorinnen und Lektoren erkennen, wo der Autor steht. Was gut ist und wo nachgebessert werden sollte. Probleme auf den ersten Seiten setzen sich in aller Regel im ganzen Text fort. Der Autor erhält eine Rückmeldung, wo er überarbeiten sollte und die Kosten halten sich in Grenzen.

Computer helfen

Mittlerweile gibt es eine Menge Computerprogramme, die Autorinnen und Autoren helfen. Papyrus zum Beispiel erkennt mit seinem Duden Korrektor erstaunlich viele Rechtschreibfehler. Es kann Wiederholungen markieren, Füllwörter, die Lesbarkeit analysieren, bietet Personendatenbanken, damit der Held nicht mit blauen Augen einschläft und mit braunen aufwacht. Übersichten darüber, wer wann wo auftaucht und manches mehr hilft auf den ersten Schritten vom Bolzplatz zum Profi.

Auch eine Menge anderer Programme sind hilfreich.

Was man nicht unterschätzen sollte: den Lerneffekt. Die Aufmerksamkeit für Füllwörter wird geschärft, man lernt, dass Nebensätze, die mit Komma beginnen, auch mit Komma abgeschlossen werden sollten und vieles mehr. Welche Füllwörter lieben sie? Das Programm nennt sie Ihnen und im Laufe der Zeit werden Sie immer weniger unnütze Füllwörter benutzen, werden erkennen, dass Wortwiederholungen oft ein Zeichen dafür sind, dass Sie das Gleiche nochmal geschrieben haben und es streichen können.

Gute Testleser sind Gold wert

Suchen Sie sich Testleser. Tun Sie sich mit anderen Autoren zusammen. Den Splitter im Auge des Anderen sieht man leichter als den Balken im Eigenen.

Erfolgreiche Autoren wissen das. Nobody is perfect, aber im Team kommt man der Perfektion näher.

Wann braucht man was?

Ein Facebook-Post erfordert kein Lektorat. Ein Liebesroman weniger Stillektorat als ein hochliterarisches Werk. Wer seine Lebensgeschichte für seine Enkel aufschreibt, muss keine perfekt sitzende Dramaturgie haben.

Aber alles muss passen. Wer denkt, dass Korrektorat oder Stil-Lektorat auf dem professionellen Markt reichen, der irrt.

Immer wieder höre ich: Die Leser merken es doch nicht, ist doch egal, auch Verlagsbücher sind schlecht. Sicher, auch Verlagsbücher sind schlecht. Vor allem die Verlagsflops.

Schauen Sie sich erfolgreiche Bücher von Selfpublishern und Verlagen an. Auch die haben Dreckfuhler. Allerdings einen auf fünf Seiten, nicht fünf im ersten Absatz. Sie mögen nicht literarischen Ansprüchen genügen, das Feuilleton ist entsetzt über den Schund. Doch wenn Sie sich die Bücher genau ansehen, werden sie feststellen: Das, was in dem Genre wichtig ist, stimmt.

Die fünfzig grauen Schatten werden mit herabgezogenem Mundwinkel erwähnt, da sieht man ja …

Ich habe die ersten Seiten gelesen. Und gesehen, dass sie zwar nicht nobelpreisverdächtig sind, aber weitaus besser als das Gros der Selfpublisherbücher (und vieler Verlagsbücher). In dem Buch »der Bestsellercode« wird der Plot analysiert und gezeigt, warum er funktioniert. Lesen Sie das. Andere Bücher herabzuwürdigen ist eine Lieblingsbeschäftigung erfolgloser Autoren. Es erleichtert so. Ich muss mich nicht anstrengen, X ist ja auch schlecht.

Der schöne Schein genügt nicht

Würden Sie ein Auto kaufen, das aussieht wie eine Rostlaube? Vermutlich nicht. Das ist oft das Argument, dass Rechtschreibung und Stil das Wichtigste sei.

Würden Sie ein Auto kaufen, dessen Motor nur stotternd anspringt, das empört aufstöhnt, wenn Sie es über 30 Km/h beschleunigen wollen, dessen Räder keinen Achter, sondern einen Sechzehner haben und dessen Scheibenwischer dunkle Schlieren auf die Scheiben wischen? Dessen Lack aber wunderbar glänzt?

Eher nicht. Alles muss passen.

Nicht anders bei Büchern. Wenn die Dramaturgie nicht stimmt, nützt die beste Rechtschreibung nichts, wenn der Stil rumpelt und klackert und jedes Stilgefühl vermissen lässt, dann ist eine fehlerlose Grammatik auch für die Katz.

Wenn Sie soweit sind, dass die Bundesliga winkt, dann brauchen Sie das Lektorat, wie Profifußballer einen Trainer brauchen. Und nicht nur für Stil und Rechtschreibung. Bis es soweit ist, gibt es viele andere Möglichkeiten. Doch denken Sie daran: So gut wie alle Bestsellerautoren haben Lektorinnen oder Lektoren. Sie haben ihre Gründe.

Ein zweiwöchiger Skiurlaub ist heute auch nicht billig. Von den Kosten eines Autos will ich gar nicht nochmal reden.

So, jetzt gehen Sie an die Arbeit. Geben Sie Ihr Bestes. Sie können es schaffen. Aber Sie müssen es wollen.

Herzliche Grüße und viel Erfolg wünscht

Hans Peter Roentgen

Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diesen Blog teilen, verlinken, weiter empfehlen. Wenn Sie anderer Meinung sind oder etwas zu diesem Beispiellektorat beitragen wollen, scheuen Sie sich nicht, es mir zu mailen oder in FB zu kommentieren! Sie können auch Ihre Texte für ein Beispiellektorat vorschlagen.

Klappentext, Pitch und anderes Getier
Wie Sie aus einem spannenden Buch einen spannenden Klappentext schneidern

Impressum   Homepage Hans Peter Roentgen   Newsletter

 

Kein Geld fürs Lektorat? 10 Lösungen